Beatrice Voigt Kunst und Kulturprojekte & Edition

Von Steinen und Menschen

Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gelegen zwischen Nürnberg und Prag erinnert an einen Ort, dessen Granitreichtum Anlass der Errichtung eines Zwangsarbeitslagers durch die Nationalsozialisten war. Der Steinbruch Wurmstein, in dem die KZ-Insassen Zwangsarbeit leisten mussten, wurde 2024 der Gedenkstätte Flossenbürg zugeordnet. Das Konzept „Von Steinen und Menschen“ beschreibt ein  transformatorisches Ausstellungs-, Aktions- und Bildungsprojekt, das den Steinbruch zum integralen Bestandteil der Gedenkstätte macht.

Ziel des Konzepts „Von Steinen und Menschen“ ist, die Entwürdigung von Mensch und Natur offenzulegen und die einschneidenden Verletzungen sowohl der Internierten als auch des Steinbruchs „Wurmstein“ im Sinne einer Bewahrung und Transformation von Leid und Ausbeutung zu thematisieren. Mensch und Stein, die Rolle des Menschen als Teil der Natur sowie als Gestalter von Kultur sollen neu zueinander in Beziehung gesetzt werden. Versöhnung und Frieden, Würde und Gerechtigkeit, Empathie und Respekt sollen in multimedialer Vielfalt vor Ort wahrnehmbar, erfahrbar und gestaltbar werden. Unter Bezugnahme auf das Europäische Bildhauersymposium 1959 begründet von Karl Prantl im österreichischen Burgenland, projektiert das Konzept unter anderem Ideen zu internationalen Steinbildhauersymposien, die durch gemeinschaftliches Arbeiten im Steinbruch „Wurmstein“ eine transformierende und heilende Qualität in die Landschaft einbringen und von Vorträgen, Diskussionen und Seminaren für unterschiedliche Altersgruppen begleitet werden.

Die Konzeptentwicklung wurde durch die Münchner Stiftung Kulturelle Erneuerung gefördert und durch die DGH ideell und organisatorisch unterstützt.

Steinbruch Wurmstein Flossenbürg (Ausschnitt)
© Beatrice Voigt

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